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Überraschender Stellenaufbau im März gibt Märkten Schub vor wichtigen Daten

02. April 2026

US-Arbeitsmarkt zeigt überraschende Widerstandskraft

New York — Der private Arbeitsmarkt in den USA hat im März deutlich mehr Stellen geschaffen als erwartet und sorgt damit für Zuversicht an den Börsen vor weiteren wichtigen Konjunkturdaten. Der ADP-Arbeitsmarktbericht weist einen Zuwachs von 62 000 Stellen aus und liegt damit über den Prognosen von 39 000. Das Ergebnis kommt nur knapp unter dem nach oben revidierten Februarwert von 66 000 Stellen.

Die Zunahme verteilte sich nahezu gleichmäßig auf den Güterbereich mit plus 30 000 und den Dienstleistungssektor mit plus 32 000. Beschäftigte, die ihren Job behielten, konnten im Schnitt mit einer Lohnsteigerung von 4,5 Prozent rechnen; Jobwechsler profitierten mit 6,6 Prozent etwas stärker. Auffällig ist, dass vor allem kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten die meisten neuen Stellen schufen und 85 000 Jobs hinzufügten. Demgegenüber bauten Großunternehmen mit 500 und mehr Mitarbeitern 4 000 Stellen ab, mittlere Unternehmen verloren 20 000 Arbeitsplätze.

Branchenverschiebungen und Teilzeittrend

Die privaten Einstellungen wurden vom Bildungs- und Gesundheitswesen angeführt, die zusammen 58 000 neue Stellen meldeten. Dahinter folgen das Baugewerbe mit 30 000 und Freizeit und Gastgewerbe mit 7 000 neuen Stellen. Die Industrie verzeichnete hingegen einen Rückgang um 11 000 Stellen, und Handel, Verkehr sowie Versorgungsdienste glichen Teile der Zuwächse mit einem Verlust von 58 000 Arbeitsplätzen aus.

ADP-Chefökonomin Nela Richardson führt einen Teil des Wachstums auf die steigende Nachfrage nach häuslichen Pflegedienstleistungen infolge der alternden Bevölkerung und auf vermehrte Nebentätigkeiten zurück. Viele der neu geschaffenen Jobs kämen ohne betriebliche Sozialleistungen wie Altersvorsorge oder umfassenden Krankenversicherungsschutz. Richardson warnt zudem, dass steigende Energiepreise die Einstellungsbereitschaft, vor allem kleiner Unternehmen, dämpfen könnten.

Konjunkturdaten und Marktreaktion

Am Freitag steht der US-Arbeitsmarktbericht der Regierung mit den Nonfarm Payrolls an; der Konsens erwartet einen Zuwachs von rund 59 000 Stellen. Parallel überraschte der nachträglich veröffentlichte Einzelhandelsbericht für Februar positiv: Die Umsätze stiegen um 0,6 Prozent und übertrafen damit die Schätzungen. Exklusive Autoverkäufe legten die Umsätze um 0,5 Prozent zu.

Die Frühindikatoren für das verarbeitende Gewerbe zeigen ein gemischtes Bild: Der finale S&P Manufacturing PMI für März zog auf 52,4 an, während der ISM Manufacturing Index leicht auf 52,1 fiel. Beide Werte liegen über der Expansionsschwelle von 50 Punkten.

Vor Handelsbeginn reagierten die US-Indizes mit Kursgewinnen: der Dow stieg um 190 Punkte, der S&P 500 um 29 Punkte, der Nasdaq setzte die Rallye vom Vortag fort und gewann rund 155 Punkte; der Russell 2000 legte ebenfalls zu. Trotz der jüngsten Erholung bleiben die Indizes jedoch deutlich unter ihrem Niveau vom vorigen Monat.

Analysen und Hinweise für Anleger

Analysten verweisen darauf, dass die Stärke am Arbeitsmarkt gemischte Signale sendet: Sie stützt die Konsumnachfrage, erhöht aber zugleich die Risiken für anhaltenden Inflationsdruck. Marktstrategen erinnern Anleger daran, dass kurzfristige Impulse aus den Arbeitsmarktdaten durch die unmittelbar folgenden Monatsdaten und Unternehmensberichte relativiert werden können. Ein jüngster Bericht hebt zudem fünf Aktien hervor, die als Kandidaten für überdurchschnittliche Renditen gelten könnten, weist aber ausdrücklich auf Unsicherheiten und das Risiko von Fehleinschätzungen hin.

Dieser Beitrag stellt eine journalistische Zusammenfassung der aktuellen Datenlage dar und ersetzt keine individuelle Anlageberatung.

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